Kurzportrait

Isabelle Stadelmann-Steffen ist Professorin für Vergleichende Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der öffentlichen Politik (v.a. Wohlfahrtsstaatspolitik und Energiepolitik), der direkten Demokratie sowie der politischen Verhaltens- und Einstellungsforschung. In ihren laufenden Forschungsprojekten bearbeitet sie nicht zuletzt die Schnittstellen zwischen diesen Schwerpunkten. So untersucht sie beispielsweise, wie Politikinhalte etwa in der Familienpolitik und der Energiepolitik die politischen Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen.

Aktuelle Publikationen

2019

  • STADELMANN-STEFFEN, Isabelle (2019). „Bad News Is Bad News: Information Effects and Citizens’ Socio-Political Acceptance of New Technologies of Electricity Transmission“, Land Use Policy 81: 531-545.

2018

  • DERMONT, Clau and Isabelle STADELMANN-STEFFEN (2018). „Who decides? Characteristics of a Vote and its Influence on the Electorate“, Representation (forthcoming).
     
  • HEIDBREDER, Eva; STADELMANN-STEFFEN, Isabelle; THOMANN Eva and Fritz SAGER (2018). „EU Referendums in Context: What can we learn from the Swiss Case?“, Public Administration, Symposium on Multilevel Governance (forthcoming).
     
  • INGOLD, Karin, STADELMANN-STEFFEN, Isabelle and Lorenz KAMMERMANN (2018). „The Acceptance of Instruments in Policy Mix Situations: Citizens’ Perspective on Swiss Energy Transition“, Research Policy, Special Issue on Policy Mixes for Sustainability Transitions (forthcoming).
     
  • STADELMANN-STEFFEN, Isabelle and Clau DERMONT (2018). „The unpopularity of incentive-based instruments: what improves the cost-benefit ratio?“, Public Choice 175: 37–62.
     
  • STADELMANN-STEFFEN, Isabelle and Linda SULZER (2018). „Just Another Brick in the Wall? The Relationship Between Classroom-Based Political Education and the Political Interest of Young Adults in Switzerland“, Journal of Youth Studies 21(4): 552-575.

2017

  • STADELMANN-STEFFEN, Isabelle and Dominique OEHRLI (2017). „Perceiving Reconciliation: Childcare Policies and GenderedTime Conflicts“, Gender and Society 31(5): 597-623.
     
  • DERMONT, Clau, INGOLD, Karin, KAMMERMANN, Lorenz and Isabelle STADELMANN-STEFFEN (2017). „Bringing the policy making perspective in: A political science approach to social acceptance“, Energy Policy 108: 359-368.
     
  • ARNOLD, Tobias and Isabelle STADELMANN-STEFFEN (2017). „How Federalism Influences Welfare Spending: Belgium Federalism Reform Through the Perspective of the Synthetic Control Method“, European Journal of Political Research 56(3): 680-702.

Die Forschung und Lehre im Bereich der Professur für Vergleichende Politik umfasst politikwissenschaftliche Analysen und Fragestellungen aus einer vergleichenden Perspektive. Angelehnt an die Forschungsinteressen der Lehrstuhlinhaberin liegt ein besonderes Augenmerk auf Themen wie vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung, Energiepolitik, soziale Ungleichheit, politische Einstellungen und Verhalten sowie empirische Methoden. Neben international vergleichenden Ansätzen wird nicht zuletzt auch eine subnational vergleichende Perspektive verfolgt. In diesem Sinne gliedert sich die Professur optimal in den Masterstudiengang „Comparative and Swiss Politics“ ein.

Leitung

Sekretariat

Doktoranden

Hilfsassistentin

MA-Themen

Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte verfügt der Lehrstuhl für Vergleichende Politik über reichhaltige Datengrundlagen, welche für die Ausarbeitung von Masterarbeiten zur Verfügung stehen. Zu nennen sind insbesondere folgende Themenbereiche:

  • Energiepolitische Einstellungen: Im Rahmen des NFP 71 zur Energiewende haben wir 2016 eine Befragung von 8000 Personen aus allen Landesteilen der Schweiz durchgeführt. Dieser Datensatz erlaubt es eine Reihe von umwelt-  und energiepolitischen Einstellungen der Schweizer Wohnbevölkerung zu untersuchen und etwa im Hinblick auf individuelle, regionale oder kantonale Unterschiede hin zu untersuchen.
  • Jugendpartizipation und politische Bildung: 2013/14 haben wir über 250 Schulklassen der Sekundarstufe II (Gymnasien, berufliche Grundbildung) sowie ihre Lehrpersonen in 25 Kantonen der Schweiz befragt. Daniela Koller hat zudem im Rahmen ihrer Dissertation die Lehrpläne dieser Schulklassen im Hinblick auf die politische Bildung untersucht. Diese reichhaltige Datenbasis erlaubt es Fragestellungen rund um das politische Interesse und die politische Partizipation von jungen Erwachsenen in der Schweiz zu untersuchen, insbesondere mit einem Fokus auf politische Sozialisierungsprozesse zu Hause, im Freundeskreis oder in der Schule.
  • Wohlfahrtsstaatliche Einstellungen – Schweiz und Finnland im Vergleich. Im Kontext der Abstimmung über ein bedingungsloses Grundeinkommen, haben wir 2016 eine repräsentative Befragung zu diesem Thema durchgeführt. Da in Finnland aktuell ein Experiment zu einem solchen Grundeinkommen am Laufen ist, haben wir die gleiche Umfrage dort wiederholt. Mit Hilfe dieser Daten könnten Unterschiede in wohlfahrtsstaatlichen Einstellungen aber auch in den Präferenzen gegenüber einem bedingungslosen Grundeinkommen verglichen werden.

Selbstverständlich sind eigene Ideen für Masterarbeiten jederzeit willkommen!