Kurzporträt

Geb. 1965 in Zürich, Studium (Volkswirtschaft und Politikwissenschaft) und Doktorat der Politikwissenschaft an der Universität Bern (Dr. rer. pol. 1993). Post Doc an der University of California at Los Angeles (1993/94). Gründung und Leitung eines eigenen Büros für Politikberatung und –forschung in Bern. Anstellungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich und bei der Stiftung MGU an der Universität Basel. Oberassistent (1996-2001) und Habilitation (PD) an der Universität Bern und Lehrbeauftragter an der Universität Basel. 2001 Assistenzprofessor für Politikanalyse und -evaluation an der Universität Bern. 2002-2004 Vertretungsprofessor am Fachbereich für Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz (D). Von 2004 bis Ende 2007 Professor für Policy Analyse und Politische Theorie an der Universität Konstanz (D). Von Anfang 2008 bis Juli 2009 Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich und Inhaber des Lehrstuhls Schweizer Politik. Seit August 2009 Direktor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern und Inhaber der Professur für Schweizer Politik.

Bücher

2020

2019

2018

2016

2014

2006

2005

  • Kohärenz in der Schweizer Aussenpolitik. Verwaltungskoordination am Beispiel der Schweizer Südafrikapolitik (mit Christian Rüefli und Daniel Schwarz). Verlag Rüegger. Chur und Zürich 2005.

2002

1998

  • Partizipative Risikopolitik: Theorie und Fallstudien (mit Christoph Rehmann- Sutter und Hansjörg Seiler). Westdeutscher Verlag. Opladen 1998.

1996

  • Demokratische Risikopolitik. Vorschläge für ein Mediations- und Mitwirkungsverfahren im Kanton Basel-Landschaft (mit Christoph Rehmann- Sutter und Hansjörg Seiler). Reihe "Recht und Politik im Kanton Basel- Landschaft", Bd. 13. Verlag des Kantons Basel-Landschaft. Liestal 1996.

1994

  • Eigennutz als Grundmaxime in der Politik? Eine Überprüfung des Eigennutz-Axioms der ökonomischen Theorie der Politik bei Stimmbürgern, Parlamentariern und der Verwaltung in der Schweiz; Berner Studien zur Politikwissenschaft Band 1. Verlag Paul Haupt. Bern/Stuttgart/Wien 1994 (Dissertation).

Herausgegebene Bücher und Zeitschriften

2020

2018

2015

2014

2011

2010

2009

  • Demokratie als Leidenschaft. Planung, Entscheidung und Vollzug in der schweizerischen Demokratie. Festschrift für Wolf Linder (mit Frédéric Varone und Fritz Sager), Haupt Verlag. Bern/Stuttgart und Wien.

2008

2006

2005

  • Politik und Evaluation, LeGes Gesetzgebung & Evaluation, Zeitschrift der schweizerischen Gesellschaft für Gesetzgebung und der schweizerischen Evaluationsgesellschaft, Vol. 16 (1), 2005.

2003

  • Schweizer Föderalismus in vergleichender Perspektive (Gasteditor mit Sonja Wälti), Sonderband  der Schweizerischen Zeitschrift für Politikwissenschaft / Swiss Political Science Review 1 (9), 2003.
     
  • Analysen zu den Schweizer Wahlen 1999 (mit Pascal Sciarini und Sibylle Hardmeier), Swiss Electoral Studies Bd. 6, Paul Haupt Verlag. Bern/Stuttgart und Wien 2003.

1997

  • Schwerpunkt Evaluationsforschung, LeGes Gesetzgebung & Evaluation, Zeitschrift der schweizerischen Gesellschaft für Gesetzgebung und der schweizerischen Evaluationsgesellschaft, Vol. 8 (3), 1997.

Artikel in Fachzeitschriften mit Begutachtungsverfahren (reviewed journals)

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

  • Direkte Demokratie, Konkordanz und Wirtschaftsleistung: Eine empirische Analyse am Beispiel der Schweizer Kantone (mit Markus Freitag), Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik 136 (4): 579–606.
     
  • Consensus and Direct Democracy: Theoretical and Empirical Linkages, European Journal of Political Research 38(2): 245–268.

1998

1997

  • Die Wechselbeziehungen zwischen Konkordanz- und Direktdemokratie. Ein Vergleich am Beispiel westlicher Industriestaaten und der Schweizer Kantone, Politische Vierteljahresschrift 38(4): 743–770.
     
  • Determinanten politischer Kultur am Beispiel des Schwyzer Stimmverhaltens (mit Wolf Linder und Peter Farago), Schweizerische Zeitschrift für Politikwissenschaft 3(1): 31–64.

1996

  • Politikwissenschaftliche Thesen zur schweizerischen Stadt- und Raumplanung der Nachkriegszeit (19501995), DISP, Dokumente und Informationen zur Schweizerischen Orts-, Regional- und Landesplanung 127, S. 28–35. Als bester Artikel des Jahres 1996 für den AESOP-Preis nominiert.
     
  • Föderalismusreform am Beispiel des Ständemehrs (mit Fritz Sager), Schweizerische Zeitschrift für Politikwissenschaft 2(2): 165–200.

1995

  • Der Stimmbürger als Homo Oeconomicus? Ein empirischer Theorientest des Stimmbürgerverhaltens bei Fiskalvorlagen (mit Ruth Nabholz), Politische Vierteljahresschrift 36(3): 484–501.
     
  • The Swiss and Europe: The Swiss EEA-Referendum of December 1992, Journal of European Studies 11(1): 79–96.
     
  • Vollzugskonflikte und Reformansätze in der kommunalen Raumplanung, Schweizerische Zeitschrift für Soziologie 20(2): 329–354.
     
  • Der EWR-Entscheid: kulturelle Identität, rationales Kalkül oder struktureller Kontext? Schweizerische Zeitschrift für Soziologie 20(1): 15–42.

1992

  • Konfliktlösungen in der kommunalen Raumplanung, DISP, Dokumente und Informationen zur Schweizerischen Orts-, Regional- und Landesplanung 108, 1992, S. 19–26.

Vorankündigungen: bevorstehende Buchpublikationen

  • Das Lehrbuch «Das politische System der Schweiz» von Adrian Vatter erscheint im August 2020 in 4. vollständig überarbeiteter und aktualisierter Auflage bei Nomos. Die Neuauflage bildet die schweizerischen Parlaments- und Regierungswahlen von 2019, die unter dem Eindruck der «Frauen- und Klimawahl» sowie dem historischen Wahlsieg der Grünen standen, komplett ab. Auch wurden die zwölf Kapitel vollständig überarbeitet und auf den neuesten Forschungsstand gebracht; ebenso der grösste Teil der Abbildungen und Tabellen.
     
  • Im September 2020 legen die beiden Herausgeber Sean Mueller und Adrian Vatter mit ihrem Sammelband «Der Ständerat. Die Zweite Kammer der Schweiz» die erste umfassende Darstellung des Ständerats vor (NZZ Libro). In zehn Kapiteln betrachten zwölf Autorinnen und Autoren das «Stöckli» zwischen nationaler Gesetzgebung, Europapolitik und Regionalismus.
     
  • Mitte November 2020 präsentiert Adrian Vatter mit seiner bei NZZ Libro erscheinenden Monographie «Der Bundesrat. Die Schweizer Regierung» die erste politikwissenschaftliche Analyse der Schweizer Regierung überhaupt. Sein Buch analysiert die Rolle und den Einfluss des Bundesrats im Schweizer Politiksystem und seine politische Zusammensetzung im Verlauf der Zeit. Überdies untersucht Adrian Vatter die gesellschaftliche Herkunft bzw. die Persönlichkeitsprofile der Bundesratsmitglieder, beschäftigt sich mit der Organisation des Bundesrats und der Ausübung seiner Regierungsaufgaben und prüft die zahlreichen Modelle zur Regierungsreform auf deren Wirkungen. Erste Reformmodelle für eine verbesserte Zauberformel evaluiert Adrian Vatter vorab in der «Neuen Zürcher Zeitung» (19. Juni 2020).

Neues vom Lehrstuhl

  • Der Datensatz «Demokratiemuster in den Schweizer Kantonen [Political Data on the Swiss Cantons – Patterns of Democracy in the Swiss Cantons (dataset)], 1979–2018» steht Forschenden, Medienschaffenden und weiteren Interessierten ab sofort zum freien Download bereit. Der Datensatz vereinigt eine Vielzahl an Längsschnitt- und Querschnittsdaten zu kantonalen Parlamenten, Regierungen, Wahlsystemen und direkter Demokratie.
     
  • Der Artikel «Coming a Long Way: Switzerland’s Transformation from a Majoritarian to a Consensus Democracy (1848–2018)» von Adrian Vatter, Rahel Freiburghaus und Alexander Arens ist bei «Democratization» publiziert worden. Ausgewählte Kernbefunde sind thesenartig im Twitter-Thread nachzulesen.
     
  • Die aktuellen Medienauftritte finden sich hier.
     
  • Die neue Monographie «Power Diffusion and Democracy. Institutions, Deliberations and Outcomes» von Julian Bernauer und Adrian Vatter ist im Mai 2019 bei Cambridge University Press erschienen. Gegenüber von «uniaktuell», dem Online-Magazin der Universität Bern, erläutert Adrian Vatter im Interview ausgewählte Kernbefunde des Buches (30. Januar 2020). Rezensiert wurde das Werk von Arend Lijphart (University of California, San Diego/CA): «Power Diffusion and Democracy is an enormously impressive work––a comparative masterpiece. It’s a theoretically and methodologically sophisticated analysis of the political-institutional arrangements in more than sixty democracies. The authors convincingly link the concept of deliberation, which matches my own work on the politics of accommodation, to the framework of patterns of democracy. The wide and deep database, the various analytical perspectives and the important findings make this book an essential reading for anyone interested in the mechanisms of power diffusion in democracies.»

Drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte

Am Lehrstuhl für Schweizer Politik läuft zurzeit ein extern finanziertes Forschungsprojekt (SNF-finanzierte Doktorandenstelle):

Kurzporträt des Lehrstuhls

Prof. Adrian Vatter und sein Team befassen sich vornehmlich mit der Analyse von politischen Institutionen, Entscheidungsprozessen und ausgewählten Politikfeldern auf den verschiedenen Staatsebenen der schweizerischen Demokratie. Die Scherpunkte liegen in der Forschung zur direkten Demokratie, zum Schweizer Föderalismus und in den Bereichen der empirischen Demokratieforschung (v.a. Konsens- und Konkordanzdemokratien). Darüber hinaus werden regelmässig praxisorientierte Forschungs- und Evaluationsprojekte im Auftrag der öffentlichen Hand durchgeführt. Ein wichtiges Dienstleistungs- und Forschungsprojekt am Lehrstuhl Schweizer Politik ist das „Année Politique Suisse“. Es wird von Prof. Marc Bühlmann geleitet und unterhält neben der Chronik der Schweizer Politik eine Zeitungsdokumentation und eine Reihe von Datenbanken zur Schweizer Politik.

Leitung

Sekretariat

PostDoc

Assistierende

DoktorandIn

Hilfsassistierende

Geschichte des Lehrstuhls für Schweizer Politik

Forschung und Lehre im Bereich der Schweizer Politik an der Universität Bern besteht seit 1961, als Erich Gruner auf die neue Professur für „Sozialgeschichte und Soziologie der schweizerischen Politik“ ad personam berufen wurde, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1984 inne hatte. Er war eine der prägenden Pioniere der Schweizer Politikwissenschaft und verfasste verschiedene Standardwerke im Bereich der schweizerischen Parteien-, Parlaments- und Verbandsforschung. 1965 gründete Erich Gruner das „Forschungszentrum für Geschichte und Soziologie der schweizerischen Politik“ und legte damit den Grundstein für die spätere Schaffung des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Bern. Nach einer interimistischen Leitung durch Prof. Peter Gilg wurde 1987 Prof. Wolf Linder zum Inhaber der Professur für Schweizer Politik und zum Institutsdirektor. Mit grossem Geschick gelang es Wolf Linder aus dem damaligen Forschungszentrum für schweizerische Politik innerhalb von wenigen Jahren ein modernes Institut für Politikwissenschaft zu formen. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur schweizerischen Poltiik, so insbesondere der beiden Klassikern „Schweizerische Demokratie“ und „Swiss Democracy“, die mehrfach aufgelegt und teilweise in andere Sprachen übersetzt wurden. Prof. Wolf Linder ist seit Ende Juli 2009 emeritiert. Seit 1.8.2009 ist Prof. Adrian Vatter Inhaber der Professur für Schweizer Politik.

Themen für Masterarbeiten

Info: Die Liste ist nicht abschliessend. Masterstudierende können auch eigene Themenvorschläge machen. Das Thema muss in jedem Fall vorgängig mit Herrn Vatter abgesprochen werden.

 

Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls liegen im Bereich der politischen Institutionen der Schweiz. Besonderer Fokus wird auf den Föderalismus, die direkte Demokratie und die Konkordanz gelegt. Zudem wird am Lehrstuhl subnationale und vergleichende Demokratieforschung betrieben.
 

Laufende Dissertationen

  • Arens, Alexander: Federalism and Intergovernmental Relations: An Analysis of Intercantonal Cooperation and Parliamentary Participation in Subnational Switzerland
  • Freiburghaus, Rahel: Subnationale Interessenvertretung in der Schweiz: Einflussnahme der Kantonsregierungen auf den bundespolitischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess
  • Schmid, Jonas:  Evaluating Federal and Direct Democratic Public Control over Decentralized Renewable Electricity Generation in Switzerland
  • Wirz, Rolf: Oberste Gewalt in den Kantonen? Wahl-, Gesetzgebungs- und Kontrollfunktion der kantonalen Parlamente im Vergleich

Abgeschlossene Dissertationen

  • Arnold, Tobias: Dezentralisierung in dezentralen Einheiten. Die Machtverteilung in den Schweizer Kantonen vor dem Hintergrund der NFA-Reform 2008
  • Alpiger, Claudia: Partizipative Entsorgungspolitik. Eine Evaluation regionaler Mitwirkungsverfahren bei der Standortsuche nach Tiefenlager für radioaktive Abfälle
  • Storz, Anna: Der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien in den Schweizer Kantonen
  • Anja Heidelberger: Die Abstimmungsbeteiligung in der Schweiz
  • Oliver Dlabac: Effektivität und Legitimität liberaler und radikaler Demokratien. Eine vergleichende Analyse der Schweizer Kantone
  • Hanspeter Schaub: Demokratiequalität in Versammlungs- und Urnendemokratien. Ein empirischer Vergleich kantonaler politischer Systeme
  • Antoinette Feh Widmer: Parlamentarische Mitgliederfluktuation auf subnationaler Ebene in der Schweiz
  • Anna Christmann: Die Grenzen direkter Demokratie. Volksentscheide im Spannungsfeld von Demokratie und Rechtsstaat.
  • Deniz Danaci: Die Macht sozialer Identitäten. Einstellungen und Abstimmungsverhalten gegenüber Minderheiten in der Schweiz
  • Christina Eder: Direkte Demokratie auf subnationale Ebene. Eine vergleichende Analyse der unmittelbaren  Volksrechte in den deutschen Bundesländern, den Schweizer Kantonen und den US-Bundesstaaten.
  • Martina Flick: Organstreitverfahren vor den Landesverfassungsgerichten. Eine politikwissenschaftliche Untersuchung
  • Anita Manatschal: Kantonale Integrationspolitik im Vergleich. Eine Untersuchung der Determinanten und Auswirkungen subnationaler Politikvielfalt